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Hazaribagh

Provinz Indien Zentral - Hazaribagh
Provinz Indien Zentral - Hazaribagh

Holy Cross Provincialhouse Hazaribagh, Jharkhand

Die ersten Kreuzschwestern von Ingenbohl erreichten am 22. November 1894 als Missionarinnen den Ort Bettiah im Staat Bihar.
Die «Indische Mission der Kreuzschwestern» erhielt am 3. März 1970 den Status einer Provinz.
Die Provinz wurde am 3. Oktober 1983 in fünf Regionen aufgeteilt.

Apostolate
Die Schwestern der Provinz arbeiten in den verschiedenen Schultypen (auch mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen), im Gesundheitsdienst (inklusive HIV/AIDs) und in der Palliativpflege, im sozio-pastoralen Bereich, in verschiedenen medizinischen Grenzgebieten, wie z.B. im Zusammenhang mit Drogen/Alkohol und im Einsatz gegen Menschenhandel. An vielen Orten arbeiten wir zusammen mit den Diözesen, Ordensgemeinschaften und andern Organisationen.

Spezifische Projekte
Entsprechend den Bedürfnissen widmet sich die Provinz den brennendsten Problemen des Bundesstaates Jharkhand. Die Schwestern engagieren sich in unterschiedlichen Apostolaten, vor allem im Bildungsbereich, der Gesundheitsfürsorge, in der Sozialarbeit und im Gebetsapostolat. Sie sind auch involviert im Bereich der Arbeit gegen den Menschenhandel, in der Suchtbekämpfung, in Programmen zur Rehabilitation von HIV/AIDs Patienten, sowie in der Palliativpflege.

  • St. Robert School
  • Die AIDS-Kinder von Sister Britto
  • Die Dorfschule in Gurudham
  • Masterstudiengang Social Work

Förderung von Mädchen

Hazaribagh ist der Sitz der Zentralprovinz der HOLY CROSS SISTERS.

Durch die Spenden des L.U.C.Y. - Hilfswerkes wird auch die St. Robert School - mit über 1600 Mädchen nachhaltig gefördert. Viele hundert Kinder können von diesen Beträgen täglich die Schule besuchen, können sich Schulkleidung und Schulbücher leisten oder werden durch eine tägliche Mahlzeit soweit ernährt, dass sie leistungsfähig bleiben.

Inzwischen konnten wir ca. 5.000 Mädchen und ihren Familien helfen, einen Schulbesuch zu ermöglichen, unsere ersten „Girls“, mit denen wir vor 13 Jahren begonnen haben, studieren schon oder haben eine Arbeitsstelle und das ist ein wirklich großer Erfolg. Vielleicht wird es ja einmal möglich, eine kleine Erhebung ehemaliger L.U.C.Y.-Girls zu machen, um zu erfahren, welchen Lebensweg sie gegangen sind, mal sehen.......

Die Mädchenarbeit ist und bleibt unser „Herzstück“, die originäre Aufgabe unseres Hilfswerkes, alle anderen Projekte haben allerdings auch etwas mit Kindern, Mädchenarbeit zu tun, sind aber etwas breiter angelegt und bei Schulneubauten etc. kommen natürlich auch die Jungs nicht zu kurz.

Neben dem Convent unterhalten und betreiben die Sisters dort ein großes Berufsausbildungszentrum, das z.B. Landwirten mittels Workshops ihre Arbeit durch Viehzucht und anlegen von Wasserreservoirs erleichtert. Frauen werden aus- und weitergebildet in den Bereichen Weberei, Näherei und in Kursen werden ihnen die Grundrechenarten sowie lesen und schreiben vermittelt.

Die St. Robert School

  • Der Schulapell zum Unterrichtsbeginn
  • Neue Klassenräume
  • Einweihung der neuen Klassenräume 2018

Wir kennen Sister Britto bereits viele Jahre und sind immer wieder erstaunt von Ihrer Dynamik, Lebensfreude und Schaffenskraft.
Sie hat viele Projekte aufgebaut, die den Ärmsten und besonders Frauen und Mädchen langfristige Perspektiven ermöglicht.

Sie hat z. B. Dorfprojekte initiiert, die von AIDS betroffenen Familien durch eine kleine Hühnerzucht trotz der Krankheit in der Dorfgemeinschaft akzeptiert zu sein.
Sie hat das TARWA AIDS-Zentrum geleitet.
Dort haben die an AIDS erkrankten Menschen der armen Dorfbevölkerung der Region Hazaribagh eine medizinische und sozialpädagogische Betreuung bekommen.

Sister Britto

Seit einigen Jahren begleitet LUCY ein besonderes Projekt

Sister Britto hat nach vielen anderen Projekten eines Tages beschlossen, sich um die Kinder und Familien zu kümmern, die von AIDS betroffen sind. Entweder selbst infiziert oder Verwandte, wie Mutter und Vater bereits verloren. Hinzu kommt die Tatsache das von AIDS betroffene Familien von der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

Auf dem Land infizieren sich die Männer, die als arme Landbauern Lastwagenfahrer im boomenden Indien werden und sich so irgendwo in Indien mit AIDS infizieren.
Die Frau wird Mutter und bekommt ein Kind, das mit AIDS ins Leben startet...

Sister Britto hat damals angefangen einige Kinder - Jungen und Mädchen aufzunehmen, weil ihr familiäres Umfeld nicht in der Lage war, eine gute Erziehung der Kinder zu ermöglichen, geschweige denn die Krankheit zu bewältigen. Im Jahr 2015 lebte Sister Britto mit 45 Mädchen und Jungen in einem Haus mit 2 Räumen und einer provisorischen Schule auf dem Dach.

Im Februar 2018 konnten wir uns im Rahmen einer Projektreise von der kolossalen Ausweitung des Projektes überzeugen.
Zum ersten Mal betraten wir die neuen Gebäude für die AIDS Kinder von Sister Britto.

Das Hostal und die Schule haben eine Kapazität von ca 150 Kindern und Jugendlichen!

Die unten stehenden Videos zeigen die enormen Entwicklungsprozesse in beeindruckender Weise.
Die Mädchen und Jungen dieses Projektes erfahren seit langem wieder so etwas wie Hoffnung und Zuversicht.

  • Schuleingang
  • incredible India
  • Schlafraum im Hostal
  • Schulaula

Besuch bei Sister Britto 2018

Besuch bei Sister Britto 2015

Beeindruckend ist ein Besuch im Dorf Gurudham nahe Hazaribagh, in dem ausschließlich Menschen der unteren Kasten leben (sog. Dalits=Unberührbare).
In einem einfachen und viel zu kleinem Schulgebäude werden in vier Klassen ca. 250 Kinder unterrichtet. Die Hälfte der Schülerinnen und Schüler sitzen auch in der größten Hitze draußen, weil sie in den Räumen keinen Platz haben. Leider dürfen die Sisters hier nicht neu bauen. Die Regierung verbietet es und so müssen sie mit den gegebenen Bedingungen zurechtkommen. Auch hier fördern wir Kinder und Lehrer und besonders unter diesen Bedingungen wird deutlich wie wichtig Bildung in einem richtigen Rahmen ist.

  • Die Dorfschule in Gurudham
  • Open Air Unterricht

Wir wollen lieber fliegen als kriechen.
Louise Otto-Peters (1819-1895), Frauenrechtlerin

In Indien sind Emanzipation und Partizipation von Frauen in vielen Regionen noch nicht umgesetzt. Um eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe für sie zu ermöglichen, sind angemessene, qualitativ hochwertige und finanzierbare Bildungsangebote notwendig.

Die indischen HOLY CROSS SISTERS sind eine katholische Ordensgemeinschaft franziskanischer Prägung, die sich besonders der sozialen Arbeit mit Frauen widmet und eigene Bildungsinstitute unterhält. In Hazaribagh, im Nordosten des Bundesstaates Jharkhand, befindet sich eine der indischen Ordenszentralen.
Neben Schulen, Berufsausbildungszentren, Landwirtschaftsprojekten, Selbsthilfegruppen, medizinischen Angeboten und Einrichtungen der Behindertenarbeit wird nun in Hazaribagh eine universitäre Struktur geschaffen.

Sie wird Frauen zur Verfügung gestellt, die sich eine weiterführende universitäre Ausbildung nicht leisten können. In enger Kooperation mit IGNOU, der größten Fernuniversität der Welt, mit Sitz in Delhi, wurde ein 4- semestriger dualer Masterstudiengang konzipiert. Er bietet Sozialarbeiterinnen die Möglichkeit, neben einer Erwerbstätigkeit gleichzeitig einen höheren akademischen Grad zu erlangen.

Stand Ende 2018

Nachdem im ersten Jahr des Masterkurses „Soziale Arbeit“ an unserer Frauenuniversität 7 Studentinnen und Studenten mit dem Studium begonnen haben, sind im zweiten Jahr 8 weitere hinzugekommen. Insgesamt lassen sich also 15 Studierende ausbilden. Wir freuen uns, dass das Angebot, langsam aber stetig angenommen wird und besonders erfreut uns, dass drei Schwestern mit dabei sind. Eine Intention unserer Idee war nämlich auch, die Fachlichkeit der Ordensgemeinschaften eine Erhöhung der wissenschaftlichen Qualifikation zu erreichen. Eine Holy-Cross Sister hat nun inzwischen die organisatorische Leitung des Projektes übernommen und kümmert sich um die Belange der Studierenden und den Kontakt zu uns. Wir sehen eine äußerst positive Entwicklung.

INFOFLYER

Projekt „Frauenuniversität“
Hochschulbildung für Frauen in Indien
Ein Projekt des L.U.C.Y. Hilfswerk - Bildung für Kinder e.V. und des EUROPEAN-CHARITY-UNIVERSITY e.V.

  • Das Gebäude für den Masterstudiengang
  • Studierende des Premierenstudiengang Master of social work 2017/18

College-Trailer