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Patna

Provinz Indien Nordost - Patna
Provinz Indien Nordost - Patna

Holy Cross Convent Patna

Am 16. Juni 1991 begann für die Schwestern in Patna der Weg als Provinz Indien Nordost. Bis zum heutigen Tag wächst die Provinz, sowohl was die Zahl ihrer Mitglieder und die Anzahl der Gemeinschaften betrifft als auch in den apostolischen Tätigkeiten.
Die Schwestern wirken im Bereich der Bildung und Erziehung, im Gesundheitswesen, in der Sozial- und Pastoralarbeit, der Gefängnisseelsorge, in der Erziehung für Menschen mit Behinderungen. Die Schwestern arbeiten auch mit den verschiedenen Diözesen zusammen.

Besondere Projekte und Prioritäten
Die Schwestern arbeiten mit Menschen in noch wenig entwickelten Gebieten und fördern dadurch die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in der Gesellschaft. Trotz fortgeschrittener Entwicklung ist das Bewusstsein für Schulbildung und Gesundheitsförderung immer noch mangelhaft. Die Menschen sind hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig. Viele wandern in grosse Städte aus auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen.

  • Mit Sister Mary James unterwegs
  • Das Tripolia Hospital
  • Asha Deep Gehörlosenschule & Hostal
  • Sister Mary James

AIDS-Projekt Patna/Nordprovinz

AIDS ist in Indien ein immer größer werdendes Problem, das allerdings von offiziellen Kreisen eher herunter gespielt wird. Ganze Dörfer sind infiziert, besonders die Frauen und Kinder sind die oft unschuldig Betroffenen.

Die Sisters setzten auf Aufklärung und nehmen an einem Regierungsprogramm teil, das in Schulen Aufklärungsarbeit leistet.
Sister Mary-James und ein angestellter Lehrer gehen in die Schulen, halten Vorträge und erklären den jungen Menschen die Krankheit und vor allen Dingen, wie man sich schützen kann. Hier bedarf es ganz besonders intensiv der Mädchenarbeit, denn Sie werden so erzogen, dass sie dem Mann gehorchen müssen, oft der Beginn einer großen Leidensstrecke, die durch eine HIV-Infektion tödlich enden kann.

Das Hilfswerk hat die Arbeit 2005 mit der Finanzierung eines Lehrergehaltes in Rahmen von 650 Euro übernommen. 2006 konnten wir die doppelte Summe zur Bezahlung einer weiteren Lehrkraft zur Verfügung stellen. Wir wollen in den nächsten Jahren unser Engagement in diesem Bereich ein wenig erhöhen, denn gerade die Prävention und Ausbildung ist eine zentrale Aufgabe.

Videotrailer

Non-formal School
Non-formal School

Ein neues Projekt unseres Hilfswerkes ist die Förderung einer kleinen „nonformalen Schule“ in Patna. Hier haben die Sisters kurzerhand in der Tripolia-Klinik einen Raum freigeräumt und zur Schule umfunktioniert. Die Sisters haben 25-30 Kinder aus der näheren Umgebung des Klinikums, welchesin einem sehr armen Stadtteil liegt, von der Straße geholt, geben ihnen zu essen und dann für zwei bis drei Stunden am Tag Schulunterricht.

Es gibt nur eine Klasse und das Hauptaugenmerk wird auf Lesen und Schreiben sowie die einfachen Rechenarten gelegt. Einmal vom Lerneifer gepackt sind Kinder und Eltern nach einer Weile bereit, ihre Kinder in „formale Schulen“ zu schicken. Die Kinder kommen vorwiegend aus muslemischen Familien.

Der Unterhalt der Schule inklusiv des Gehaltes für die Lehrerin kostet ca. 1.000 Euro im Jahr. LUCY übernimmt diese Kosten komplett. Wir differenzieren in diesem Fall nicht zwischen Mädchen und Jungenförderung, weil es eine konkrete Benachteiligung der Jungen bedeuten würde.

  • Gehörlosenschule im Tripolia Hospital
  • Der Garten des Tripolia Hospital
  • Die Babystation

In Patna unterhalten die HOLY CROSS SISTERS die ASHA DEEP Schule für Kinder mit Handicap.

Aufgrund der widrigen hygienischen Umstände der armen Landbevölkerung kommt es bei Kindern, bedingt durch Parasiten, nicht selten zu Hörbeeinträchtigung oder Ertaubung.
Geistige Behinderungen sowie das Downsyndrom sind in der indischen Gesellschaft ein "Ausschlusskriterium" und nicht selten werden Kinder mit Handicap getötet oder ausgesetzt.

Die Schule gibt diesen Kindern nicht nur die Möglichkeit auf eine positive Zukunft durch Bildung, sondern darüber hinaus lernen die Kinder und Jugendlichen in vielen Bereichen ihre Kreativität einzusetzen und erhalten so ihr Selbstwertgefühl und eine beeindruckende Lebensfreude zurück.

Seit 2017 gibt es das ASHA DEEP HOSTAL. Hier leben gehörlose Mädchen, die vorher in Familien untergebracht waren. Dort wurden sie oftmals als billige Putzfrau behandelt und schlimmstenfalls missbraucht. Durch den Bau des Hostals wird den jungen Frauen ein sicheres Zuhause ermöglicht.